Brasilien beunruhigt die südamerikanischen Gegner

 

 

Die Rückkehr Brasiliens in die Qualifikation, die Stärke Chiles nach dem erstmaligen Gewinn der Kontinentalmeisterschaft, die offene Wunde Argentiniens nach der Finalniederlage 2014, die Notwendigkeit einer Restrukturierung bei Kolumbien, der Versuch Paraguays und Perus, das Geleistete bestätigen zu können… Die Südamerika-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™, die am 25. Juli in Sankt Petersburg ausgelost wurde, hat wirklich alles zu bieten, was man sich wünschen kann, um spannende und umkämpfte Spiele zu sehen, die bis zur letzten Minute alle Emotionen hochkochen lassen werden.

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Die neuerliche Teilnahme Brasiliens, das als Gastgeber der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ automatisch dabei war, ist die wichtigste Veränderung gegenüber der vorherigen Qualifikation. Da nur viereinhalb Startplätze für Südamerika vorgesehen sind, wird um jeden Punkt mit noch größerer Erbitterung gekämpft werden.

Um dies zu verdeutlichen, reicht schon ein Blick auf die Abschlusstabelle der letzten Qualifikation: Auf dem Weg nach Brasilien lagen zwischen dem Tabellenfünften, der das Interkontinental-Playoff bestritt, und dem Sechstplatzierten als erste nicht qualifizierte Mannschaft volle fünf Punkte. 2006 und 2010, als Brasilien an der Qualifikation teilnahm, betrug dieser Unterschied lediglich einen Punkt. Im Jahr 2002 war die Entscheidung sogar noch enger: Uruguay qualifizierte sich nur durch die bessere Tordifferenz vor Kolumbien.

„Es wird eine sehr harte Qualifikation für alle Mannschaften. Es gibt einige Mannschaften, die sich eigentlich immer für die Weltmeisterschaft qualifizieren, und diese sehen es als selbstverständlich an, sich auch dieses Mal zu qualifizieren“, erklärte der Argentinier Ricardo Gareca, seines Zeichens Nationaltrainer Perus, ohne dabei Brasilien oder Argentinien namentlich zu erwähnen.

Um zu vermeiden, dass eine Mannschaft an einem Doppelspieltag gegen beide Giganten spielen kann, wurde vor der Auslosung für beide eine entsprechende Position im Spielplan festgelegt. Der südamerikanische Klassiker zwischen Brasilien und Argentinien steigt demnach am dritten und am elften Spieltag. Dabei wird Argentinien zuerst Heimrecht haben.

Neymar und seine Mannschaftskameraden müssen sich nun nach der Enttäuschung von 2014 und dem frühen Ausscheiden bei der Copa América 2015 unbedingt für die WM qualifizieren. „Die Spieler stehen gehörig unter Druck“, sagt Nationaltrainer Dunga, der sein Team nicht in der Favoritenrolle sieht, denn „die WM-Qualifikationen waren immer schwer und dies gilt jetzt um so mehr, denn die anderen Mannschaften haben sich enorm verbessert und haben viele ihrer Spieler in europäischen Ligen.“

Argentinien und Uruguay stellen zwei Extreme dar: Während die Albiceleste zu den sechs Mannschaften gehört, die gegenüber der letzten Qualifikation einen neuen Trainer haben, nämlich Gerardo Martino, setzt die Celeste Uruguays die Zusammenarbeit mit Oscar Tabárez schon in der dritten Qualifikation in Folge fort. Beide treffen am siebten und 15. Spieltag beim Clásico del Río de la Plata, dem ältesten Duell des Kontinents, aufeinander, das schon seit 1901 ausgetragen wird.

Am zweiten und zehnten Spieltag treffen mit Uruguay und Kolumbien die Achtelfinalgegner von 2014 aufeinander. Die Ergebnisse dieser Duelle waren bei den letzten Qualifikationsrunden entscheidend dafür, wer zur WM fährt und wer nicht.

Ein weiteres mit Spannung erwartetes Duell ist der Pazifik-Klassiker zwischen Peru und Chile. Diese Partien finden ebenfalls am zweiten und zehnten Spieltag statt und haben etwas gemein, das sich bei mehreren Duellen wiederholen wird: Beide Trainer sind Argentinier. Insgesamt beginnen nicht weniger als sechs der zehn teilnehmenden Mannschaften mit einem Argentinier an der Seitenlinie. Dies sind: Argentinien mit Gerardo Martino, Paraguay mit Ramón Díaz, Ecuador mit Gustavo Quinteros, Kolumbien mit José Pekerman, Peru mit Ricardo Gareca und Chile mit Jorge Sampaoli.

Bolivien ist die einzige Mannschaft, bei der drei Monate vor Beginn der Qualifikation der Trainerposten unbesetzt ist, was mit Blick auf die kontinentale Qualifikation, die Tabárez für „die schwierigste Qualifikation der Welt“ hält, sicher ein Nachteil sein dürfte.

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